|
|
Gang nach Emmaus
Ostermontag - Vorbei sind die Zeiten, in denen an die 60 Busse die Straße von Qubeibeh bis in den nächsten Ort Beit Anan säumten. Die Menschen in den Dörfern sehnen sich danach. Die letzten Jahre waren es höchstens fünf Busse, mit denen Menschen aus den christlichen Pfarrgemeinden aus Jerusalem und Ramallah das Heiligtum der Franziskaner in „Emmaus“ besuchen.
„The great Monday – der große Montag“ nennen die Menschen, die bis auf eine christliche Familie alle Moslem sind, diesen Tag. Auch in unser Haus kommen am Morgen schon 3 Gruppen, die Eucharistie feiern und etwas von unserer Arbeit wissen wollen. Am Vormittag bricht P. Gregor Geiger mit 130 Personen in Jerusalem auf, um 5 Stunden nach Emmaus zu wandern. Bereits eine Woche vorher wanderten wir diese Strecke um zu sehen, ob dies durch die Sicherheitsmauer noch möglich ist. Mittags kommt der Anruf, dass die Gruppe nicht durch den Checkpoint Ras Biddo kommt. Sr. Hildegard fährt hin um zu vermitteln und nach vielen Telefongesprächen werden die „Emmauswanderer“ durchgelassen.
Die Freude des Ankommens, die von der Hausgemeinschaft bereitete Erfrischung, lassen die Strapazen vergessen. Inzwischen hat sich die Gruppe mit Zitronentee, arabischem Kaffee und Kuchen gestärkt. Jedes Jahr ist es ein Geschenk, wie vielfältig die Gruppe zusammengesetzt ist: Menschen aus verschiedenen christlichen Kirchen, jene, die in Jerusalem für eine Zeit leben, Pilgerinnen und Pilger aus verschiedenen Erdteilen, mit verschiedenen Sprachen. Mit ihnen allen versammeln wir uns vor dem Haus zur Eucharistiefeier, in der die Vielfalt zur Einheit und als Reichtum empfunden wird.
|
|
|
|
(c) Deutscher Verein vom Heiligen Lande - 2012 mail[[at]heilig-land-verein.de |