1106_vorwort

 

Liebe Mitschwestern und -brüder,
Liebe Freundinnen und Freunde von Beit Emmaus!

 

Wenn ich durch unseren Garten gehe, entdecke ich immer wieder alte Erdbeerbäume, in denen Herzen oder Schriftzüge eingraviert sind. Sie erinnern daran, dass unser Haus einmal ein Hotel war, in dem junge Paare ihre Flitterwochen verbracht haben. Gerne kommen manche dieser Paare nach Jahrzehnten mit ihren Kindern und Enkeln zurück, um sich an diese besondere Zeit zu erinnern und „ihr Herz“ zu besuchen.

 

Sich zu erinnern gehört ebenso zum Menschen wie das Atmen und das Essen. Erinnerungen machen das Leben jedes Menschen einzigartig und lebendig. – Erinnerung bedeutet immer auch Dankbarkeit.

 

In dieser Ausgabe der Emmaus-Wege wollen wir das Erinnern, die Erinnerung und die Erinnerungen in den Mittelpunkt stellen. Dabei geht es um die Jahrtausende überdauernde Kraft der Erinnerung des Volkes Israel, aber auch um die schmerzlichen Erinnerungen der Palästinenser an Vertreibung und Verlust. Berichtet wird von Menschen, die sich dankbar an ihr Leben und ihre Berufung erinnern. Wir erzählen, wie Erinnerung sich entzündet an Gerüchen, Geräuschen, Landschaften und Menschen. Und wir erinnern an das wachsende Schulprojekt und an die Ereignisse der letzten Monate. – Erinnerung bedeutet immer auch Dankbarkeit.

 

Beim Erinnern wird uns bewusst, wie viel Unterstützung wir von Ihnen und Euch allen erfahren – durch Gedanken, Gebete und Gaben. Wir sind froh, die Erinnerung an den mitgehenden Gott von Emmaus lebendig halten zu können. – Erinnerung bedeutet immer auch Dankbarkeit.

 

So wünschen wir Ihnen und Euch allen für diesen Sommer eine erholsame Zeit, in der die Erinnerung einen guten Platz haben darf.

 

Sr. Hildegard Enzenhofer SDS

Leiterin von Beit Emmaus

 

 

 

 

 

 

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