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Er baute in Köln und am See Gennesaret
Anton Goergen - Iangjähriger Leiter des Erzbischöflichen Bauamtes ist tot 
Viele Jahre leitete Anton Goergen das Erzbischöfliche Bauamt. Nun ist er am 17. September 2011 im Alter von 96 Jahren verstorben. Der Baumeister und Architekt, 1915 in Köln geboren, studierte in Köln und Prag Architektur und übernahm 1962 das Erzbischöfliche Bauamt. In dieser Eigenschaft hat er bedeutsame Spuren seiner Arbeit hinterlassen. Nicht nur am Maternushaus und vielen kirchlichen Privatschulen. Ihm wurde der Wiederaufbau der Kölner Kirche Mariä Himmelfahrt anvertraut. Er löste diese außerordentlich schwierige denkmalpflegerische Aufgabe und machte aus den Ruinen der barocken Kirche wieder den Thronsaal Gottes. Sein Gespür für geschichtliche Authentizität bewies er vor allem mit dem Bau der Brotvermehrungskirche am See Gennesaret (Israel). Die dreischiffige Basilika am Ort der Brotvermehrung trägt seine Handschrift bis ins Detail der Kapitelle: Goergen hatte aus dem Schutt einer fast vergessenen und zugewachsenen frühkirchlichen Vorgängerkirche in Hippos am Abhang der Golanhöhen ein altes Kapitell als Modell für den Neubau ausgegraben. Seine Hilfsbereitschaft für Kirchen und Klöster im Heiligen Land brachten ihm hohe Auszeichnungen ein. Vor und nach seiner Pensionierung war er ehrenamtlich tätig für den Deutschen Verein vom Heiligen Lande und dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Antonius Theodor Josef Goergen war es vergönnt, bis in hohe Alter hinein wachen Auges und wachen Sinnes am kirchlichen Geschehen teilzunehmen. Nun hat der Herr über Leben und Tod ihn ins himmlische Jerusalem heimgerufen.
August Paul Brenninkmeijer gestorben
Am 18. September 2011 verstarb in Meerbusch August Paul Brenninkmeijer. Der Großkreuzritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und Träger der Goldenen Palme von Jerusalem verstarb im Alter von 86 Jahren. Seit 1964 war er Mitglied im Deutschen Verein vom Heiligen lande. Im Vorstand wirkte er mit von 1985 bis 1997 und war Ehrenmitglied seit 1998. Der Heimgegangene stammte aus einer vermögenden niederländischen Großfamilie mit deutschen Wurzeln in Westfalen. Durch seine vielfältigen Kontakte im In- und Ausland war er eine große Hilfe für den Verein. Großzügig war seine materielle Unterstützung zahlreicher Projekte im Heiligen Land. Von seiner Hilfe machte er nie viel Aufsehen. Als guten und fairen Gesprächspartner mit einem für die Sorgen anderer offenen Herzen habe ich, wie viele andere Vorstandsmitglieder auch, ihn erlebt. Seine vielfältigen Hilfen für die Christen im Nahen Osten verdienen großen Dank. Auf seiner Todesanzeige lesen wir: „Ich freute mich, als man mir sagte: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“ (Psalm 122). Im Leben war er oft in Jerusalem. Wir bitten Gott, ihm jetzt die Freude des himmlischen Jerusalems zu schenken.
E. Läufer
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