Begeistertes Publikum beim erfolgreichen Benefizkonzert

 

Starmusiker um Giora Feidman begeisterten beim Benefizkonzert für Jerusalemer Schmidt-Schule

Katholische Mädchenschule feiert Jubiläum mit großem Benefizkonzert im Aachener Dom

 

Als die Klänge der Tragischen Ouvertüre in d-Moll von Brahms das Oktogon des Aachener Doms erfüllten, mögen viele der 500 Besucher an die schwierige Situation im Nahen Osten gedacht haben. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der deutschen Schmidt-Schule in Jerusalem hatten der Deutsche Verein vom Heiligen Lande und der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff zu einem Benefizkonzert zu Gunsten der katholischen Mädchenschule eingeladen.

 

Das Kasseler Staatsorchester unter der Leitung des jungen israelischen Dirigenten Yoel Gamzou und die herausragenden Solisten, zu denen der berühmte Klarinettist Giora Feidman zählte, begeisterten das Publikum. „Ich spiele die deutsche Nationalhymne weil ich Jude bin und die palästinensische Hymne weil ich Israeli bin“, erklärte Feidman und spielte begleitet vom Staatsorchester Kassel ein Arrangement aus den Nationalhymnen Deutschlands, Israels und Palästinas. Als Feidman Auszüge aus Mozarts Klarinettenkonzert anstimmte, ermunterte er das Publikum zum Mitsummen.

 

Die für europäische Ohren ungewohnten Klänge orientalischer Chormusik, dargeboten vom Chor der Schmidt-Schule unter der Leitung von Karl Kronthaler, waren anrührend, zumal sie mit Texten aus der christlichen Liturgie das versöhnende Motto des Konzerts „Frieden für Jerusalem“ besonders unterstrichen. Die teilweise erst elf Jahre alten Mädchen trugen ihre Solopassagen mit bewundernswerter Sicherheit vor.

 

Nach dem aufwühlenden Adagietto aus der 5. Symphonie von Gustav Mahler versetzte Babette Haag an der Marimba die Konzertbesucher mit dem Little Prayer von Evelyn Glennie in eine andächtige Stimmung. Der ungarische Violinist József Landvay brillierte mit Auszügen aus der Partita für Violine in d-Moll von Johann Sebastian Bach und der junge portugiesische Violinist Afonso Fesch riss das Publikum gemeinsam mit dem von Yoel Gamzou eindrucksvoll dirigierten Kasseler Staatsorchester mit einem Poème von Chausson mit. Die Ouvertüre zum Freischütz von Carl Maria von Weber bildete den Abschluss des bewegenden und abwechslungsreichen Konzertes.

 

Dank großzügiger Spenden und der Unterstützung verschiedener Unternehmen erbrachte das Konzert einen wichtigen Betrag für den Erhalt der Schule.

 

Fotos: Karl Kronthaler

 

 

 

 

 

 

 

(c) Deutscher Verein vom Heiligen Lande - 2011     mail[[at]heilig-land-verein.de