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Zum Stand des Klosterneubaus in Tabgha

von Prior Ralph Greis OSB

 

„Benediktinerkloster Tabgha. Bitte läuten Sie die Glocke - und warten...“ Die Tafel, die an der Eingangstür unseres Klosters Besucher um ein wenig Geduld bittet, mussten wir in den vergangenen Monaten auch in einer etwas anderen Richtung lesen.

 

Wer informiert ist, weiß, wie baufällig, ja, vom Einsturz bedroht das „Benedictine Monastery Tabgha“ inzwischen ist. Die Arbeiten am Neubau südlich der Brotvermehrungskirche, der unsere Gemeinschaft demnächst beherbergen und den Namen weitertragen soll, haben einige Fortschritte gemacht, sind aber auch auf Hindernisse gestoßen.

 

Nach dem ersten Spatenstich im Mai des vergangenen Jahres und dem Abriss des alten Gästehauses wurden im November zunächst eine Bohrpfahlwand entlang des Atriums gegossen und die Fundamente des nördlichen Kreuzgangflügels entlang der Kirche gelegt. Damit waren die bestehenden Gebäude gegen ein Abrutschen gesichert, so dass anschließend die Baugrube ausgeschachtet werden konnte.

 

Schon während dieser Arbeiten war man bei der staatlichen Wassergesellschaft „Mekorot“ auf ein Problem aufmerksam geworden, das den Deutschen Verein und uns bis jetzt beschäftigt. Eine der Quellen, die Tabgha, dem „Siebenquell“, den Namen gegeben haben, hat nicht nur sehr viel, sondern auch sehr salzhaltiges Wasser. Als der See Gennesaret für die Trinkwasserversorgung in Israel immer wichtiger wurde, hat man das Wasser dieser Quelle seit den sechziger Jahren in einem Kanal rund um den See und südlich davon in den Jordan geleitet.

Die Quelle entspringt auf dem Nachbargrundstück der franziskanischen Schwestern. Der Kanal beginnt an unserer Grundstücksgrenze unterhalb der Kirche bzw. der Baustelle und führt zwischen dem Beit Noah und dem neuen Kloster hindurch in Richtung der Plantagen und des Pilgerhauses. In den kommenden Jahren bedarf dieser Kanal einer grundlegenden Sanierung, die in einigen Abschnitten entlang des Seeufers bereits abgeschlossen ist. Für solche Arbeiten steht der Wassergesellschaft gesetzlich ein zehn Meter breiter Geländestreifen nördlich des Kanals zu.

 

Der geplante Neubau ragt nun in diesen Streifen hinein, hat aber dessen unbeschadet eine ordentliche Baugenehmigung erhalten. In der Folge wurde zwischen dem Deutschen Verein und der israelischen Wasserbehörde ein Vertrag erarbeitet, der eine Verlegung des Wartungsstreifens vorsieht und Arbeiten am Kanal auch nach dem Bau des Klosters ermöglicht. Bevor dieser Vertrag allerdings unterschrieben sein wird, kann in den strittigen Bereichen freilich nicht gebaut werden. Bauunternehmen Khalil Dowery begann daher, anstatt von Ost nach West (bzw. von hinten nach vorn) zu arbeiten, von Nord nach Süd, d.h. den nördlichen Teil des Kreuzgangs entlang der Kirche und weiter vorn den gesetzlich vorgeschriebenen Luftschutzbunker mit dem Werkstattgebäude zu errichten. Zu Ostern waren diese Arbeiten abgeschlossen. Seitdem ruhte die Baustelle und wartete mit uns Brüdern sehnlichst auf den Wiederbeginn der Bauarbeiten.

 

Mittlerweile ist der ersehnte Anruf gekommen: Die Bauarbeiten können weitergehen!

 

Auch weiterhin freuen wir uns über jede Form geistlicher, ideeller und materieller Unterstützung bei unserem Bauprojekt. Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, denken Sie bitte daran, auch Ihre Adresse (mit Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) anzugeben:

 

Deutscher Verein vom Heiligen Lande

Verwendungszweck: Klosterneubau Tabgha

Pax-Bank Köln, BZL: 370 601 93

Kontonummer: 21 990 019

 

 

 

 

 

 

 

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