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Israel bereitet Brückenbau zum Tempelberg vor

 

Israel hat offenbar mit den Vorbereitungen für den Bau einer neuen Fußgängerbrücke zum Tempelberg begonnen. Das teilte die palästinensische Wakf-Behörde laut palästinensischen Medienberichten mit. Ein Jerusalemer Gericht hatte erst vor kurzem die Erweiterung des Gebetsbereichs für Frauen an der Klagemauer abgewiesen; zugleich bestätigte es aber die staatliche Entscheidung zum Neubau der Rampe, die den Platz vor der Klagemauer mit dem Tempelberg-Areal verbindet.

Der islamischen Behörde zufolge hätten Bauarbeiter begonnen, Geröll abzutragen, das von Ausgrabungen nahe des Mugrabi-Tores stamme. Es sei zu befürchten, so die Wakf laut den Medienberichten, dass der Aushub das Fundament der El-Aksa-Moschee gefährde. Zudem würde die neue Brücke der israelischen Armee und jüdischen Siedlern erleichtern, die Moschee anzugreifen.

 

Das Mugrabi-Tor oberhalb der Klagemauer ist derzeit der einzige Zugang zum Tempelberg-Areal für Nicht-Muslime. Es ist für Muslime geschlossen und steht seit 1967 unter direkter Kontrolle der israelischen Behörden. Die alte Rampe zum Mugrabi-Tor war 2004 zum Teil eingestürzt und durch eine provisorische Holzkonstruktion ersetzt worden. Sie soll nun durch eine Stahlbrücke ersetzt werden.

Der Tempelberg, auf dem nach biblischer Überlieferung die Tempel des Salomo und des Herodes standen, ist für Juden, Muslime und Christen eine wichtige heilige Stätte. Seit dem 13. Jahrhundert beten Juden an der Klagemauer, die dem zerstörten Allerheiligsten des Tempels am nächsten ist. Auch für Muslime ist der Berg mit dem Felsendom und der El-Aksa-Moschee von zentraler Bedeutung; er ist das dritte Heiligtum nach Mekka und Medina.

 

Der Tempelberg steht unter Verwaltung der islamischen Wakf-Behörde. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu blutigen Zusammenstößen, weil die Muslime das Heiligtum durch israelische Tunnelarbeiten gefährdet sahen. Die israelischen Behörden werfen ihrerseits der Wakf vor, seit Jahren den Bau einer unterirdischen Moschee voranzutreiben. Dabei würden riesige Mengen antiken Bauschutts und damit gezielt Spuren der jüdischen Präsenz an dem Ort beseitigt.

 

 

 

 

 

 

 

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