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Byzantinische Hauptstraße in Jerusalem entdeckt

 

Im Regelfall gelten Straßenbauarbeiten als Störung. In Jerusalem aber haben Arbeiten rund um das Jaffator nicht nur die Entdeckung eines römischen Aquäduktes ermöglicht, sondern auch das Teilstück einer großen Straße Jerusalems aus byzantinischer Zeit freigelegt. Interessant dabei ist, dass die berühmte Mosaikkarte von Madaba (Jordanien) aus dem 6. Jahrhundert die Hauptstraße Jerusalems, den Cardo zeigt und eine Stichstraße, den Decumanus‚ der senkrecht zu dieser Hauptstraße führt. Diese Karte ist ein hervorragendes Zeugnis byzantinischer Mosaikkunst.

Etwas mehr als 4 Meter unter dem heutigen Pflaster am Jaffator entdeckten Archäologen diese Straße. Sie war mit großen Steinplatten gepflastert. Allerdings waren die, wie der Ausgrabungsleiter Dr. Ofer Sion berichtet, „unter dem Gewicht der Jahrhunderte zerbrochen“. Eine Fülle von Fundstücken, Scherben, Münzen und kleinen Bronzegewichten, lässt darauf schließen, dass vielleicht Geschäftshäuser hier gestanden haben. Auch eine Reihe von Säulen wurde gefunden. Für interessierte Jerusalembesucher oder Neugierige ist leider von der Entdeckung nichts zu sehen, denn wegen der Verkehrsverhältnisse am Jaffator musste das Ausgrabungsgelände wieder zugeschüttet werden.

 

E. Läufer

 

 

 

 

 

 

 

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