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Den Wert des Lebens spüren
Schwester Monika Düllmann berichtet von ihrer Arbeit im Hospiz St. Louis de France in Jerusalem.

Jerusalem zu erleben, den Ort, an dem die Auferstehung den Tod besiegt hat, ist für viele Menschen eine beeindruckende Erfahrung. Die Kraft der heiligen Stadt ist besonders im Hospiz St. Louis de France zu spüren, denn dort sind sich Leben und Sterben ganz nahe: Im Hospiz werden kranke Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet. Die Leiterin Schwester Monika Düllmann wird am Montag, 17. Mai bei einem Informationsabend des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande in Bonn über die Chancen und Schwierigkeiten ihrer Arbeit berichten. Ursula Schulten vom Generalsekretariat des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande informiert zudem über die aktuellen Entwicklungen in den vereinseigenen Projekten, die in Israel und Palästina tätig sind.
Alle Interessierten sind am Montag ab 19 Uhr herzlich in das Collegium Albertinum nach Bonn ein.
Wer das Hospiz St. Louis de France zum ersten Mal betritt, ist überrascht: Das Haus ist ein fröhlicher Ort, an dem viel gelacht wird, und an dem Juden, Muslime und Christen miteinander leben und arbeiten. „Im Hospiz spüren alle, wie wertvoll das Leben ist, das macht die besondere Atmosphäre des Hauses aus“, so Schwester Monika Düllmann. Gemeinsam mit ihren Mitschwestern und freiwilligen Helfern begleitet sie schwer kranke Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Gläubigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle – nicht aber die Religion. „Die Botschaft in der letzten Lebensphase ist für alle Religionen gleich: Das Leben ist wertvoll, und es ist aufgehoben in Gott“, so die Leiterin des Hospizes St. Louis de France. Diese Botschaft ist im Hospiz deutlich zu spüren und lässt sämtliche religiöse Differenzen verstummen. „An einem Ort wie Jerusalem, der sonst von religiösen Konflikten geprägt ist, ist dies etwas ganz Besonderes“, sagt Schwester Monika Düllmann, die 2009 für ihre Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielt das Hospiz St. Louis de France den „Mount Zion Award“.
Am Montag, 17. Mai, wird Schwester Monika Düllmann in Bonn in ihrem Vortrag „Das Geschenk der Sterbenden – Chancen und Schwierigkeiten der Arbeit in einem Sterbehospiz im Herzen Jerusalems“ von ihrer Arbeit in der heiligen Stadt berichten. Abgerundet wird der Abend mit weiteren Informationen über die verschiedenen Projekte des Deutschen Vereins vom Heiligen Land. Der Verein unterstützt beispielsweise die Schmidt-Schule für Mädchen in Jerusalem und ein Altenpflegeheim für Frauen und Behinderte in Emmaus.
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