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Erste Seligsprechung im Heiligen Land – Papst würdigt Ghattas

Vor über 2.000 Gläubigen hat in Nazareth die Seligsprechung der Ordensfrau Maria Alfonsina Ghattas (1843-1927) stattgefunden. Den Gottesdienst in der überfüllten Verkündigungs-Basilika leitete der Präfekt der Heiligsprechungskongregation im Vatikan, Erzbischof Angelo Amato. Soultaneh Mariam Danil Ghattas wurde am 4. Oktober 1843 in eine katholisch-palästinensische Familie in Jerusalem geboren. Mit 14 Jahren trat sie der französischen Gemeinschaft der Schwestern des Heiligen Joseph von der Erscheinung bei und nahm den Namen Maria Alfonsina an. In Visionen empfing die junge Ordensfrau den Auftrag, eine Gemeinschaft für junge arabische Frauen zu gründen, die den Namen Rosenkranzschwestern tragen sollte.

 

Die Kongregation wurde 1880 als erste und bislang einzige Ordensgründung im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem ins Leben gerufen. Heute zählt die Gemeinschaft rund 260 Schwestern, die in acht Ländern des Nahen Ostens wirken.

 

Ghattas starb am 25. März 1927. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, würdigte in seiner auf Arabisch gehaltenen Predigt die Verdienste der Ordensfrau und der von ihr gegründeten Kongregation. Vor allem durch ihre Schulen trügen die Rosenkranzschwestern zur Entwicklung der palästinensisch-christlichen Gemeinschaft und der ganzen Gesellschaft bei. Papst Benedikt XVI. würdigte die Ordensgründerin als bedeutende Frauengestalt in der Kirche des Nahen Ostens und hob besonders den Kampf Ghattas’ für Bildung und eine Verbesserung der Lebensumstände der Frauen ihrer Zeit hervor.

 

 

 

 

 

 

 

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