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27.000 Hebräisch sprechende Christen in Israel

Nach der offiziellen Statistik leben in Israel (Jerusalem, aber nicht die besetzten palästinensischen Gebiete eingerechnet) derzeit 146.000 Christen. 119.000 von ihnen gehören der arabischen nationalen Minderheit an. Die restlichen 27.000 werden von der Statistik als Nicht-Araber an- gegeben. Es handelt sich bei ihnen wohl meist um jüdische Einwanderer aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion.

 

Der jüdische Franziskanerpater David-Maria Jäger meint jedoch, dass es richtiger wäre, die 27.000 nicht-arabischen Christen als Hebräisch sprechende Christen zu klassifizieren. „Dies wäre eine positivere und informativere Bezeichnung“ – so kommentierte er diese Statistik – „als sie einfach ‚Nicht-Araber’ zu nennen. Denn sie gehören zur Hebräisch sprechenden Bevölkerungsmehrheit von Israel und sie würden so der Kirche die Möglichkeit bieten, sie besser in die israelische Gesellschaft einzugliedern, wenn es nur eine geeignete kirchliche Struktur gäbe und man ihnen helfen würde, ihre nationale und religiöse Identität einzubringen.“ Nach mehr als 60 Jahren nach der Errichtung des Staates Israel ist P. David Jäger immer noch der einzige „Hebräisch sprechende“ römisch-katholische Priester, der in Israel geboren und aufgewachsen ist. Die Franziskaner des Heiligen Landes nehmen sich seelsorglich auch dieser Gruppe von Christen an. In der Jerusalemer Neustadt haben sie ein Klösterchen eingerichtet, in dem Hebräisch gesprochen wird und wo auch die Gottesdienste in hebräischer Sprache gehalten werden.

 

 

 

 

 

 

 

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