0904_Jad Vaschem

 

deutsch
englisch

 

Jad Vaschem und Ordens-Hochschule erörtern Rolle von Pius XII.

Rom. Die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem und das katholische Forschungsinstitut Studium Theologicum Salesianum in Jerusalem wollen gemeinsam die Rolle von Pius XII. (1939-58) im Zweiten Weltkrieg erörtern. Zu einer gemeinsamen Historikertagung seien sowohl Kritiker als auch Verteidiger des Pacelli-Papstes eingeladen worden, sagte der Dekan der Ordens-Hochschule, Roberto Spataro, dem bischöflichen italienischen Pressedienst SIR. Spataro sprach von einem „Schritt vorwärts“ in der historischen Rekonstruktion dieses Aspekts der Amtszeit von Pius XII. Es seien noch viele Dokumente aus der fraglichen Zeit zu studieren. „Der Weg ist noch weit“, sagte der Salesianer. Anderen Medienberichten zufolge soll auf der teils nichtöffentlichen Tagung auch über die Darstellung von Pius XII. im Dokumentationszentrum von Jad Vaschem gesprochen werden. Unter anderem der Apostolische Nuntius in Israel, Erzbischof Antonio Franco, hatte die betreffenden Erläuterungen als verkürzend und verfälschend bezeichnet.

 

Eröffnet wurde die Konferenz vom Leiter der Gedenkstätte, Avner Shalev, und vom Vatikan-Botschafter Antonio Franco. Eingeladene Experten waren der israelische Diplomat und Historiker Sergio Minerbi, der Australier Paul O´Shea, die US-Historiker Michael Phayer und Susan Zuccotti, Thomas Brechenmacher von der Universität Potsdam, der Franzose Jean-Dominique Durand, die in Rom lehrende Grazia Loparco, der italienische Geschichtswissenschaftler Matteo Luigi Napolitano und der Vatikan-Journalist Andrea Tornielli.

 

 

 

 

 

 

 

(c) Deutscher Verein vom Heiligen Lande - 2010     mail[[at]heilig-land-verein.de

[Startseite] [Wir über uns] [Einrichtungen] [Pilgerreisen] [Freiwilligendienste] [Spenden] [Impressum]