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„Schönstes Mosaik Israels“ wieder freigelegt
Das „Mosaik von Lod“ soll künftig den Tourismus in der israelischen Kleinstadt ankurbeln. Das 180 Quadratmeter große und reich verzierte Mosaik wurde von einer schützenden Sandschicht befreit, um es zu renovieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es war 1996 während einer Notgrabung entdeckt und zum Schutz wieder zugedeckt worden.
Yoli Shwartz, Sprecherin der Altertumsbehörde, erklärte, das Mosaik könne nun dank einer Spende restauriert und zu einer Ausstellung nach New York geschickt werden. Danach solle es wieder nach Lod nahe dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv zurückgebracht werden, um den Tourismus in der Stadt des heiligen Georg zu fördern. Nach Angaben der deutschstämmigen Archäologin Miriam Avissar entstand das bunte Mosaik mit Fischmotiven, wilden Tieren und zwei Handelsschiffen vermutlich gegen Ende des dritten Jahrhunderts. Offenkundig stamme es von einem Künstler aus Nordafrika oder Sizilien.
Das „Mosaik von Lod“ lag nach Einschätzung Avissars offenbar im Hof oder Haus eines wohlhabenden Christen oder Juden, der seinen Reichtum mit Schifffahrt oder internationalem Handel erworben habe. In der Mitte sei nicht, wie damals bei heidnischen Mosaiken üblich, ein Orpheus abgebildet. „Deshalb glauben wir, dass der Besteller ein Jude oder Christ war.“ In der biblischen Stadt Lod leben heute etwa 50.000 Menschen, darunter etwa 20 Prozent christliche und muslimische Araber, die 1948 nicht bei der israelischen Landnahme vertrieben wurden. Die heute sehr vernachlässigte Stadt ist der legendäre Geburtsort des Drachenbezwingers Georg. Heute erinnert eine griechisch-orthodoxe Kirche an den Heiligen. Lod wurde laut Apostelgeschichte auch vom Völkerapostel Petrus besucht.
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