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Deutschland lockt

Schmidt-Schülerinnen auf neuen Pfaden

Hiba und Jeranouhi haben das große Los gezogen: Als erste Absolventinnen der Schmidt-Schule erhalten sie ein Vollstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für ein fünfjähriges Studium an einer deutschen Universität (Gegenwert je ca. 50 000 €). Dies wurde möglich durch den neuen Status der Schmidt-Schule als deutscher Auslandsschule und die hervorragenden Abschlusszeugnisse der beiden Schülerinnen. Natürlich ernten wir auch schon die Früchte eines erweiterten Deutschunterrichtes (zum Vergleich: 2004 wurde Deutsch vierstündig ab Klasse 5 unterrichtet, heute sechsstündig ab Klasse 3), der von qualifizierten palästinensischen und entsandten Deutschlehrern erteilt wird. Eine solche Entwicklung macht mehr Lust auf Deutschland und die Möglichkeiten wachsen: Drei Schülerinnen der Klasse 11 durften im Juni eine „Schnupperwoche“ an der Katholischen Universität in Köln erleben.

 

Anfang August waren drei Schülerinnen der Klasse 10 auf Einladung der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung zu einem deutsch-israelisch-palästinensischen Sommerlager auf Burg Hohenzollern eingeladen. Fester Bestandteil der Beziehungen zu Deutschland sind die seit 2007 regelmäßig durchgeführten Fahrten der 9. Klasse zu den Partnerschulen in Köln und Burghausen. Rektorin Angelika Ockel und Pfarrer Dirk Peters hatten in diesem Juni an der Ursulinenschule in Köln für unsere Schülerinnen ein beeindruckendes Programm zusammengestellt und auch Frau Ute Schrader von der Maria-Ward-Schule in Burghausen hatte für den anderen Teil der Klasse abwechslungsreiche Tage organisiert. Der Gegenbesuch beider deutscher Partnerschulen in Jerusalem im Oktober/November steht schon fest. Dass die Brücke zwischen Deutschland und Jerusalem immer breiter wird, dafür sorgt auch der im letzten Schuljahr ab Klasse 7 eingeführte Zweig, an dessen Ende – insh’allah – 2014 das erste Deutsche Internationale Abitur der Kultusministerkonferenz steht.

 

Der Zug geht aber auch in die andere Richtung, denn interkulturelles Lernen ist keine Einbahnstraße. Wer die Heute-Sendung am 1. August gesehen hat, weiß es schon: Die Schmidt-Schule erhält aus dem neuen Programm „kulturweit“ des Auswärtigen Amts zwei deutsche Abiturienten als Volontäre für das neue Schuljahr. Sie werden ihre Erfahrungen zu Schulleben, Schülervertretung, Arbeitsgemeinschaften und natürlich das altersgemäße Deutsch den Schmidt-Schülerinnen vermitteln.

Die Beziehungen werden enger und die Perspektiven weiter. Schulgründer Pater Schmidt würde es sicher gefallen.

 

Nikolaus Kircher

  -Schulleiter-

 

 

 

 

 

 

 

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