0909_benedikt

 

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Benedikt XVI. für Palästinenserstaat und neue Friedensverhandlungen

 

Bei seinem Besuch in Bethlehem hat sich Papst Benedikt XVI. für einen eigenständigen Palästinenserstaat ausgesprochen. Zudem forderte er ein Ende der Blockade des Gazastreifens. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas rief das Kirchenoberhaupt zu neuen Friedensverhandlungen mit Israel auf der Basis gegenseitiger Anerkennung auf. Die Christen im Heiligen Land ermutigte er zum Bleiben. Der Heilige Stuhl unterstütze das Recht des palästinensischen Volks auf eine eigenständige Heimat im Land seiner Vorfahren und innerhalb von international anerkannten Grenzen, sagte der Papst bei seinem Empfang in Bethlehem durch Abbas. Es gelte, die „Flamme der Hoffnung“ zu nähren, „dass ein Weg gefunden werden kann, die legitimen Ansprüche beider Seiten zu erfüllen, der Israelis und der Palästinenser“. Zugleich mahnte das Kirchenoberhaupt die internationale Staatengemeinschaft zur Verantwortung für eine Friedenslösung.

 

Abbas sprach sich in seiner Begrüßung für eine Zwei-Staaten-Lösung und eine friedliche Koexistenz mit Israel aus. Jerusalem als „ewige Hauptstadt Palästinas“ müsse die Hauptstadt für beide Staaten sein. Das palästinensische Volk suche noch immer Gerechtigkeit. Leider gebe es im Heiligen Land weiterhin Menschen, die Mauern statt Brücken bauten, sagte Abbas unter Bezug auf die israelische Sperrmauer. Nachdrücklich verlangte er die Umsetzung der UN-Resolutionen zum Nahost-Konflikt, besonders jene über ein Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge. Abbas bekundete seine „Hoffnung auf eine Zukunft ohne Besatzung, ohne Checkpoints, ohne Mauer, ohne Flüchtlinge und ohne Gefangene“.

 

Der Papst bekräftigte das Recht der einzelnen Palästinenser auf Kontakt zu ihren Angehörigen über die Grenze hinweg sowie auf Zugang zu den Heiligen Stätten, zu Arbeit und Gesundheitsfürsorge. Mit Blick auf die Kriegszerstörungen in Gaza bekundete er seine Hoffnung auf einen raschen Wiederaufbau mit internationaler Hilfe. Er bete „jeden Tag“ um einen gerechten und dauerhaften Frieden in den Palästinensergebieten und in der ganzen Region. An die jungen Menschen gewandt rief Benedikt XVI. dazu auf, der Versuchung zu Gewalt und Terrorakten zu widerstehen. „Lasst nicht zu, dass der Verlust von Leben und die Zerstörung, die ihr mit ansehen musstet, in euren Herzen Bitterkeit und Groll wachsen lassen.“

 

 

 

 

 

 

 

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